Argentiniens Korsaren

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Nach dem Besuch des in die Jahre gekommenen britischen Flugzeugträgers HMS „Warrior“ im Hafen von Buenos Aires ging alles sehr schnell. Am 16. September 1958 wurde ein Kaufvertrag über den Träger unterzeichnet. Fortan sollte der Veteran als „Independencia“ zur argentinischen Flotte gehören. In seiner neuen Basis, dem Hafen Puerto Belgrano, kam der Träger am 30. Dezember 1958 an. Auf dem Flugplatz von Punta Indio legten Bauarbeiter unterdessen eine Piste an, die in ihrer Größe dem Landedeck der „Independencia“ entsprach. Ab März 1959 begannen die Piloten mit ihren Corsair und AT-6 Texan mit Flugübungen auf dieses simulierte Landedeck. Zeitgleich wurden in Argentinien für die Militärflugzeuge auch neue Kennzeichen eingeführt. Aus der 3-C-1 wurde die 2-A-201 und so weiter. Für den 7. Juni war die erste richtige Landung auf dem Träger angesetzt. Eigentlich sollte einer Corsair diese Ehre zuteil werden. Aber der Kommandeur des Texan-Verbandes teilte allen Beteiligten mit, er werde am nächsten Tag als erster Pilot landen. So erfolgte die erste Trägerlandung Argentiniens am 8. Juni 1958 durch Korvettenkapitän Martínez Achával mit einer Texan. Am 10. Juni waren endlich die Corsair an der Reihe. Zwei Maschinen starteten, zuerst der Geschwaderführer Santiago Sabarots, gefolgt vom Staffelkapitän Hugo Frontroth. Beim Endanflug auf das Landedeck winkte der britische Signaloffizier Archibald Diboll den Geschwaderführer Sabarots zum Abbruch des Anfluges. Frontroth, der dahinter kam, setzte mit der 2-A-214 (0387) kurz danach um 11.18 Uhr sicher auf dem Deck auf. Am Abend machte Archibald Diboll dann in privater Runde seinem Unmut Luft. Bei der Marine, bei der er diene, würde die Ehre der ersten Landung immer dem ranghöchsten Offizier zu teil. Die Anwesenheit des britischen Signaloffiziers ist ein Hinweis darauf, dass die Royal Navy einen Teil der Besatzung zur Einweisung der Argentinier auf dem Träger belassen hatte. Weitere Landungen am 10. Juni verliefen erfolgreich, bis um 17.12 Uhr die 2-A-221 leicht schräg nach links auf dem Landedeck aufsetzte. Ein Rad geriet in eine Luke für die Besatzung und die Maschine drehte sich schwungvoll zum Rand der Plattform hin und stand in Gefahr ins Wasser zu stürzen. Als der Pilot ängstlich aus dem Cockpit kletterte begann das Flugzeug zu schwanken. Zwei Piloten schlangen beherzt ein Kabel um das Heck der Corsair und so konnten Pilot und Maschine gerettet werden. Die nächsten Landungen gelangen wieder ohne Zwischenfälle, bis sich kurz vor 18 Uhr zwei Corsair dem Träger näherten. Dieser dampfte volle Kraft nach Westen und so stand die untergehende Sonne für die Piloten genau über dem Flugdeck. Die erste Corsair brach die Landung ab, der Pilot der zweiten orientierte sich am Rauch des Schornsteins und sah dann im letzten Augenblick das Deck und den Signaloffizier. Dieser zeigte an, den Motor abzuschalten und so glückte die Landung. Beim Rollen zur Parkposition erhielt der Pilot vom Deckoffizier die Anweisung „Klappen hoch“. Der nervöse Pilot betätigte jedoch nicht den Hebel zum Einfahren der Landeklappen, sondern den des Fahrwerks. Als die Maschine auf das Deck schlug wurde der Propeller beschädigt.

Nachdem alle Corsair-Piloten genügend Erfahrung in der Operation vom Flugdeck aus gesammelt hatten, ging die Marine daran, die Kampfkraft des Verbandes zu schulen. Zwischen dem 14. und 18. Oktober 1958 übten die Flugzeugführer das Abwerfen von Bomben und das Verschießen von ungelenkten Luft-Boden-Raketen. Gestartet wurde von der „Independencia“, die beschossenen Ziele befanden sich jedoch an Land. Am ersten Tag der Übung brach wieder eine Corsair, die 2-A-204, nach links aus und knickte dabei ein Landebein ab. Dieses Ausbrechen wiederholte sich zwei Tage später mit der 2-A-220, aber mit fatalen Folgen. Unmittelbar nach dem Aufsetzen drehte die Corsair nach links und ihr Propeller traf ein Besatzungsmitglied am Kopf, das sofort tot war. Die Maschine rollte über den Rand des Flugdecks und als das Fahrwerk ins Leere fiel, schlug der Rumpf auf die Deckkante und zerbrach hinter dem Cockpit. Der Vorderteil mit Motor, Tragflächen und dem Piloten stürzte mit der Oberseite nach unten ins Meer. Obwohl es für die Piloten noch keine Schulung über das Entkommen aus einem gefluteten Cockpit gegeben hatte, gelang es dem eingeschlossenen Leutnant Cidez, unter Wasser die Gurte zu lösen, seinen Fallschirm abzulegen, aus dem Cockpit freizuschwimmen und die Schwimmweste aufzublasen. Der Träger war inzwischen schon weitergedampft und Cidez wurde wenig später von einem Begleitzerstörer aufgelesen.

Ein U-Boot-Alarm am 22. Oktober 1959 führte zu hektischer Einsatztätigkeit der Corsair. Bis zum 29. Oktober flogen sie, bewaffnet mit Bomben und Raketen, Patrouille über den Küstenregionen. Ein U-Boot, von dem angenommen wurde, es sei sowjetischen Ursprungs, konnte aber nicht entdeckt werden. Übungsangriffe auf Schiffe standen danach auf dem Stundenplan der Corsair-Piloten. Dazu wurde ein schwimmendes Ziel an einer 500 Meter langen Leine hinter einem Schiff her geschleppt. Die Corsair gingen eine nach der anderen in einen steilen Bahnneigungsflug über, verschossen ihre Raketen und griffen das Ziel danach mit Bordkanonen an. Nachdem die ganze Staffel so je einen Angriff geflogen hatte, konnten die konsternierten Offiziere des Schleppschiffes an der Leine nur noch einen kleinen Teil des Zielschiffes einholen. Für die nächste Übung musste ein neues Ziel gebaut werden.

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Pilotenhandbuch der F4U-5 Corsair (Auszug)