Das Delphin-Luftschiff der DDR

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Drei bis vier Jahre lang sah die Zukunft der Luftfahrt aus dem Blickwinkel der DDR ganz anders aus, als in allen anderen Ländern der Welt, gleich welches politische System dort das Sagen hatte. Fachzeitschriften und allgemeinere Printwerke der DDR priesen den eigenen, sozialistischen Weg zum Massenluftverkehr an: mit dem Delphin-Luftschiff. Sogar die Kinder sahen ihr beliebtes Sandmännchen auf einer etwas dicklichen, schwebenden Flunder sitzend aus den Wolken auftauchen, um  den müdemachenden Sand im Fluge zu verstreuen. In schicker Interflug-Bemalung und mit großer, transparenter Passagierhaube zuckelte das ungewöhnliche Gefährt über den Fernsehbildschirm. Die Überzeugung von der eigenen Fortschrittlichkeit war in der DDR so groß, dass man etwa für die gleichzeitig publizierten, eher konservativen Luftschiffpläne in Amerika nur Häme übrig hatte.

Delphin 02
Das Delphin-Paradoxon
Unter dem Namen Delphin-Luftschiff wurde die Idee eines erfahrenen Ingenieurs popularisiert. Der Berliner Dr.-Ing. Wilhelm Schmidt (1901 bis 1991), war in den 1930er-Jahren bei den Henschel-Flugzeugwerken, leitete gegen Kriegsende eine Versuchsgruppe für Flugkörper und arbeitete in der DDR in Dresden. Vor dem Krieg beschäftigte sich Schmidt schon mit alternativen Antriebssystemen, etwa durch schlagende Flossen oder schlagende, rotierende Trommeln. Er hatte sich dann vermutlich ab den 1950er-Jahren in der DDR mit der Fortbewegung der Delphine auseinandergesetzt. Der englische Tierforscher James Charles Gray (1891 bis 1975) hatte bei der Beobachtung von Delphinen versucht, die erstaunlichen Schwimmgeschwindigkeiten und die dafür erforderlichen Kräfte in Einklang zu bringen. Das sogenannte Graysche oder Delphin-Paradoxon aus dem Jahr 1936 bringt sein überraschendes Ergebnis zum Ausdruck. Die von ihm errechnete maximal entwickelte Kraft der Schwanzflosse konnte seiner Meinung nach keinesfalls die Schwimmgeschwindigkeit der Delphine erklären. Legt man den vermutlichen Wasserwiderstand beim schnellen Schwimmen zugrunde, bringt nach Gray die tatsächlich geleistete Kraft der Schwanzflosse des Delphins nur etwa fünf Prozent der für diese Fortbewegung erforderlichen Leistung.
Schmidt glaubte die Lösung des Paradoxons erkannt zu haben: „Das eigentliche Funktionsprinzip des Delphinwunders beim Schnellschwimmen, die primäre Ursache also, liegt in der Erzeugung und Ausnutzung einer besonderen Art von Energie durch kombinierte Schläge von Körper und Schwanzflosse, der sogenannten Wellenergie. Die Erzeugung dieser Energie beim Delphin erfolgt durch die Muskelkraft  des Körperschlages. Die Schwanzflosse selbst hat für den Antrieb beim Schnellschwimmen sekundäre Bedeutung: sie dient eigentlich nur als Stütze für den Delphinkörper, ohne die der kraftvolle Körperschlag keinen Halt fände und daher unmöglich wäre.“  In einfacher Kurzfassung gesagt, erzeugt die Auf- und Abbewegung des Körpervorderteils des Delphins Wasserwellen oder Wirbel, die seinen ganzen Körper umströmen und dadurch den Vortrieb hervorbringen. Die Schwanzflosse dient nach Gray fast garnicht dem Antrieb, sie glättet die erzeugten Wellen oder Wirbel wieder, damit kein Sog hinter dem Körper den Vortrieb mindert.

Delphin Luftschiff
Wilhelm Schmidt überlegte sich, wie er dieses Antriebsprinzip auf mechanischem Wege auf Fahrzeuge im Wasser und in der Luft übertragen könnte. Ein biegsamer, auf- und abschlagender Rumpf ist weder für Schiffe, noch für Flugzeuge praktikabel. Er trennte nun das Element für die Auf- und Abbewegung vom Körper. Seine Lösung war der von ihm so bezeichnete „Weller“. Eine mit einem symmetrischen Flügelprofil versehene Fläche schlägt, sich um eine Achse im vorderen Profildrittel drehend, auf und ab. Die Hinterkante kann dabei  je nach Anwendungszweck fest oder biegsam, wie bei Taucherflossen, gestaltet sein. Mit diesem Schlagruder wird das Körpervorderteil des Delphins simuliert. Später verzichtete Schmidt auf die Schlagbewegung und ließ zwei oder drei Weller kreisförmig umlaufen. Der eigentliche und größere „Delphinkörper“ befindet sich dahinter und wird nun wechselweise oberhalb oder unterhalb durch Druckwellen oder Wirbel angeströmt. Dieser umspülte Körper ist das eigentlich Fahrzeug. Da es nicht schlank sein darf, damit die Wirbel eine große Oberfläche überströmen können, war schnell die Idee geboren, das große Volumen eines Luftfahrzeugs mit Gas zu befüllen und so ein Luftschiff in völlig anderer Bauart zu erzeugen.
Lesen Sie in der FliegerRevue X Nr.58 ausführlich über die Einsatzpläne für das Delphin-Luftschiff, technische Details  und über die Geheimwaffen, die Dr. Schmidt während des Krieges für das Dritte Reich entwickelt hatte.

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TIZL 1970 Delphin-Luftschiff (PDF)
Herausgegeben vom Ministerium für Verkehrswesen der DDR