Deutsche Luftfahrtspezialisten in der Sowjetunion 1945-1954

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Im März 1945 erfolgte die Gründung einer sowjetischen Sonderkommission zur Aneignung der deutschen Errungenschaften. Speziell zu Fragen der Luftfahrtindustrie arbeitete die Sonder-Hauptabteilung des Volkskommissariats für Luftfahrtindustrie (NAP) unter Leitung des bekannten Flugzeugkonstrukteurs und Stellvertreters des Ministers für Luftfahrtindustrie Alexander Jakowlew. Die Arbeit begann mit der Entsendung mehrerer Gruppen sowjetischer Spezialisten und Wissenschaftler. Sie folgten den Truppen auf dem Fuß und durchsuchten alle besetzten Werke und Fabriken nicht nur in der sowjetischen Besatzungszone, sondern auch in der Tschechoslowakei, in Ungarn und Österreich. Im April 1945 flog eine Gruppe des Luftfahrtministeriums mit hochrangigen Vertretern der führenden wissenschaftlichen Einrichtungen nach Deutschland, die folgende Aufgaben hatte:
– Sicherung und Überstellung nach Moskau von Flugzeugen, -motoren, -triebwerken und -ausrüstung aller Typen,
– genaueste Untersuchung der Tätigkeit deutscher Luftfahrt­unternehmen in der Vorkriegszeit und während des Krieges sowie der Organisation der betrieblichen Arbeit nach Themen, die für sowjetische wissenschaftliche Einrichtungen und Versuchs-KB von Interesse sein könnten,
– Einschätzung des Zustandes der Versuchsanlagen, Laboratorien, Windkanäle und Betriebe,
– Suche nach technischen Dokumentationen in Betrieben, Archiven und Bibliotheken und ihre Überstellung in die Sowjetunion,
– Erstellung von technisch-wissenschaftlichen Unterlagen durch Verhöre und intensive Befragungen deutscher Spezialisten,
– Erstellung von Listen hochqualifizierter Wissenschaftler und Techniker, die auf dem von sowjetischen Truppen besetzten Gebiet verblieben waren.

Die Ergebnisse der ersten Suchaktion zeigten, dass die Entwicklung in Deutschland auf allen Gebieten weiter war als angenommen. Die sowjetischen Truppen, die nach dem Abzug der US-Truppen Sachsen und Thüringen besetzten, fanden und durchforschten ungefähr 600 Unternehmen oder Filialen der deutschen Luftfahrtindustrie. 213 davon gehörten zu den führenden deutschen Luftfahrtunternehmen wie:
– im Flugzeugbau Junkers, Arado, Focke-Wulf, Heinkel, Erla, Henschel, Siebel, Dornier,
– im Flugmotorenbau Junkers, BMW, Daimler-Benz, Büssing, Hirth, Argus,
– im Fluggerätebau AEG, Siemens-Schuckert, Askania, Opta-Radio, Siemens&Halske, Zeiss, Bosch.
Die größten Unternehmen in der sowjetischen Zone waren die Firma Junkers mit zusammen ca. 116 000 Beschäftigten, Arado (32 000), Heinkel (27 000), BMW (22 000), Daimler-Benz (13 000), Siemens&Halske (7000) und Askania (6000). Nach der Produktionsfläche befanden sich 50,2 Prozent, nach der Ausrüstung 35 Prozent, nach der Beschäftigtenzahl 59 Prozent der deutschen Luftfahrtindustrie in sowjetischer Hand.

Entwickelt und in die Produktion überführt waren:
– Flugzeuge mit Strahlantrieb (Jagd-, Schlacht- und Bombenflugzeuge) und gepfeilten Tragflügeln,
– Strahltriebwerke und Flüssigkeits-Raketentriebwerke,
– funkgelenkte und ungelenkte Raketengeschosse großer Reichweite,
– vom Flugzeug funkgelenkte angetriebene Gleitbomben,
– Flugzeugabwehr- und Luft-Boden-Raketen,
– Hubschrauber.
Diese Techniken waren in Luftwaffe, Flotte und Heer bereits in großem Umfang eingeführt und bestimmten die technische Entwicklung der anderen Luftfahrtländer für Jahrzehnte.