Die Luftstreitkräfte des Libanon (Teil 1)

JFIF;CREATOR: gd-jpeg v1.0 (using IJG JPEG v80), quality = 90 C     C   " }!1AQa"q2#BR$3br %&'()*456789:CDEFGHIJSTUVWXYZcdefghijstuvwxyz w!1AQaq"2B #3Rbr $4%&'()*56789:CDEFGHIJSTUVWXYZcdefghijstuvwxyz ?c֏}q)1ZQրh)L~4RqHbvRҀ8 4cCMRҟ֌gE&}h`⮃a7Qt&ݰk-@FqOWJQWQZ7VzY{ٿ޽Hٖ[cX4!ms"xĖiY/'0N3xգU}k{W"FG֫ZZ':]i?ty>rF2S֦O;-n8U|t-̊n ڝ/ HO\}b}DpO n)tVc[_4=]?.c'+紱l>9ݷ?ʭX݀pӰ֜3*fLKyc.5oCYK6+?q][ rs׷C햱k6g3C1SI]9ȱEK~&R^{>y>\ ^N;QW>y9qexgF'|tttBwI%fZ}wkW11ə݃G D ?*zJ :s+ޏg;_k\+ɞ9#a q܁־6\fgQ:VpA#n]}*6i< rpOiYw{j0Y?νHTEQpve y^ Ty|UQEo*/ڭH Yn-] f<9R9k&A҆h!J['zpAa^lI]2ֹuefQEY?x)cMă>,*:XmmuWc'8 G:_VxF_j7+)tmnl`ҼZyf#ldMoGfvrQ5fV1rJqwE+%hyr+rP3Z-GOyErȰ7g'u|'xR5&fA,1 pxQXF˖&άi>[얣ULO:OUC_Z|xk(IcPl?+)JWSӧMRN7;x"MDE+K؊5^KX5Qi5lʤ`y>۟jYjl໌tY?J㫗Ӗћ%8Oߴ{&zq9 F+<)#~zzw<_K6["yd)e+ʣW~ԉhCѭ9]|4^PH Sr^]L jo+;\PhkcN˴*Op>u'|~i#s[h߼7Mn#8 ]3.y?ק>\5-n yR(S*ɑz09׊愧FjuCT H\[#v 7zW]oZ Ao4 <%ޅX"^yB-p?z+ھ>

Alle Länder, die gerade unabhängig geworden sind, geben sich zuerst eine eigene Fahne, eine Nationalhymne – und eine eigene Fluglinie. Und um mit den Muskeln spielen zu können, auch eigene Streitkräfte, am liebsten mit eigener Luftwaffe. Die Streitkräfte des Libanon wurden im August 1945 gegründet, 3000 einheimische ehemalige Soldaten der vichyfranzösischen Armee bilden den Kern. Ist eine Armee in vielen Länder ein Faktor der Stabilität, so wollte dies im Libanon niemand so handhaben. Die zerstrittenen religiösen und politischen Gruppen und auch ausländische Kräfte aus Ägypten und sogar aus Pakistan, Indonesien und China wollten keinen zusätzlichen Spieler im libanesischen Machtpoker. Deswegen dauerte es auch seine Zeit, bis eine Art Fliegerkräfte aus der Taufe gehoben wurden.

Im Juni 1949 wurde zuerst unter dem Namen „Streitkräfte zur Luft“, dann „Verteidigungs-Luftwaffe“ und schließlich knapp „Luftwaffe“ (Air Force) ein Hauptqartier am Flugplatz Rayak gegründet. Der Platz selbst war inzwischen von Einheimischen als Weide und Müllhalde in Beschlag genommen worden. Nach Reparatur der Gebäude und der Startbahn war Rayak wieder als Flugplatz einsetzbar. Damit konnten die ersten etwa 100 Militärangehörigen (damals hauptsächlich Christen) den Fliegerhorst Rayak beziehen. Etliche hatten schon bei den französischen Luftstreitkräften im Libanon gedient. Das Kommando führte Oberstleutnant Emile Boustany, der ebenfalls in französischen Diensten gestanden hatte. Da Boustany über keinerlei fliegerische Fähigkeiten verfügte, wurde er wohl wegen seines Organisationstalentes eingesetzt. Dies machte ihn später zum Oberkommandierenden der Luftwaffe.

Von den zukünftigen libanesischen Militärpiloten hatten vier schon eine Flugschule in Syrien nahe Aleppo besucht. Dort arbeiteten als Fluglehrer auch die zwei ehemaligen Piloten der deutschen Luftwaffe, Alwin Meier und Fritz Strehle, die im Krieg beim Jagdgeschwader 7 den Düsenjäger Messerschmitt Me 262 geflogen hatten. Danach kamen die Flugschüler 1948 in den Libanon, wo auf dem Flugplatz Estabel mit zurückgelassenen französischen Flugzeugen ein Schulbetrieb aufgezogen wurde. Als der Ausbildungsbetrieb nach Rayak verlegt wurde, trafen auch die beiden Deutschen dort wieder als Fluglehrer ein. Zu den Fluglehrern gehörten auch vier Italiener und vier Engländer, die ihre Familien mitgebracht hatten.