Die Spielregeln des Kalten Krieges

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Das jahrzehntelange Wettrüsten der beiden Supermächte USA und UdSSR verlief nicht planlos, sondern folgte einer inneren Logik. Nicht nur das Streben nach immer wirkungsvolleren Waffen bestimmte den Ablauf der Konfrontation, auch wirtschaftliche Strategien führten letztlich zum Zusammenbruch der Sowjetunion.

War man in den 1960er-Jahren noch bemüht, einen ständig drohenden Atomkrieg zu verhindern, veränderte sich die Zielrichtung Anfang der 1980er-Jahre in den USA. Die Zurschaustellung des amerikanischen Lebensstandards hatte auf viele Länder nur begrenzte Wirkung. Die Sowjetunion konnte diesen Bestrebungen durch eigene Wirtschaftshilfe und Waffenlieferungen entgegenwirken. So würde das Wettrüsten und der Wettbewerb der Systeme ewig weitergehen. Ziel konnte jetzt nur ein Angriff auf die Wirtschaftskraft der Sowjetunion sein.

Man wusste, dass die UdSSR einen gewaltigen Anteil ihrer Staatsausgaben in das Militär stecken musste. Für den Wohlstand der Bevölkerung blieb wenig übrig. In diese Schwachstelle konnte eine vereinte wirtschaftlich-militärische Strategie erfolgreich einwirken. Neue Waffen sollten nicht nur den militärischen Erfordernissen genügen, sie sollten auch bei moderaten Kosten in den USA enormen Aufwand für die Sowjetunion bedeuten. Damit würde die Schere zwischen dem gewünschten und dem tatsächlich verfügbaren Lebensstandard der Bevölkerung in der UdSSR immer weiter auseinandergehen. Irgendwann, so hoffte man, würden sich die Bürger das nicht mehr gefallen lassen und das kommunistische Regime hinwegfegen.
Die Marschflugkörper sind eine solche Kombi-Waffe. Als Weiterentwicklung von ähnlichen Vorgängern war sie zu vertretbaren Kosten zu haben. Die Sowjetunion musste zur Abwehr der tieffliegenden kleinen Flugkörper ihre lange Landesgrenze mit neuen, sehr teuren Spezial-Radargeräten ausrüsten. Die Kosten für diese Radarüberwachung und die dafür notwendige neue Infrastruktur überstiegen die Kosten der Cruise Missile um ein Vielfaches.
Ähnlich verhält es sich mit den Stealth-Flugzeugen, die einen enormen Aufwand zur Abwehr erzeugten und zusätzlich bei jedem Flackern auf einem Radarschirm die Unsicherheit aufkommen lassen, ob sich da vielleicht eine Flotte von Stealth-Bombern nähert.
Auf die Spitze getrieben wurde diese Taktik mit dem „Star Wars“-Programm von Präsident Ronald Reagan. Der kündigte seiner Bevölkerung bei einer Fernsehansprache am 23. März 1983 an, man würde jetzt darangehen, ein Schutzsystem zu schaffen, das kein sowjetischer Bomber oder Sprengkopf durchdringen könne. Die sogenannte „Star Wars“-Initiative (SDI) würde fortschrittliche Waffen im Weltraum stationieren und von dort alle sowjetischen Atomraketen abschießen. Der Erfinder der Wasserstoffbombe Edward Teller trat auf und kommentierte einen Trickfilm der die Vernichtung von feindlichen Sprengköpfen mittels verschiedener Laser darstellte. Durch solch hochrangigen Forscher beleumundet, brachten die Tageszeitungen in den folgenden Wochen und Monaten Berichte über die Milliarden, welche von der Regierung für „Star Wars“ ausgegeben würde. Keine der angepriesenen neuen Waffen ist bis heute entstanden, viele Gelder flossen in bereits bestehende andere Programme, etwa zur Entwicklung von Systemen der Künstlichen Intelligenz.
Heute wird allgemein bezweifelt, dass die angegebenen Summen überhaupt aufgewendet wurden und damit, dass das „Star Wars“-Programm jemals ernst gemeint war. Die Wirkung auf die Sowjetunion war jedoch katastrophal. Wenn ihre Atomschlagkraft ausgeschaltet wäre, hätte sie de facto ihren Status als Weltmacht verloren und wäre darüber hinaus einem amerikanischen Erstschlag hilflos ausgeliefert. Gewaltige Summen mussten in Forschungsprogramme gepumpt werden, nur um festzustellen, dass die amerikanischen Pläne nicht umsetzbar waren. Die ökonomische Krise in der UdSSR verschärfte sich so weiter. Eine Fernsehansprache und ein Trickfilm waren die neue Superwaffe im Wirtschaftskrieg.