Erinnerungen an die Suchoi Su-22

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Ein früherer Pilot und ein Flugzeugtechniker der Nationalen Volksarmee helfen im Luftfahrtmuseum Cottbus ihre alte Suchoi Su-22M4 für die Nachwelt zu erhalten. An der Maschine tauschen Klaus Blume und Dr. Frank Müller Erinnerungen aus.

Klaus Blume, Jahrgang 1945, begann seine fliegerische Laufbahn 1961 mit einer Luftsportausbildung zum Fallschirmspringer und wechselte zwei Jahre später zur Motorflugausbildung auf der Jak-18. Seine militärische Laufbahn in der NVA begann 1964 in der Offiziersschule Franz Mehring in Kamenz. Er erwarb seine Flugpatente auf den Maschinen L-29 (1966, Bautzen) und   MiG-21U und F-13 (1967/68, Rothenburg). Als Unterleutnant wurde er als Jagdflieger in das JG-3 versetzt und diente zuletzt als Steuermann einer Staffel. Von 1975 bis 1978 absolvierte Hauptmann Blume ein Studium an der Militärakademie „Friedrich Engels“ in Dresden. Danach war er Staffelkommandeur im Jagdfliegergeschwaders 3 in Preschen. Von 1982 bis 1984 führte er die Aufklärungsfliegerstaffel 47. Im Jahr 1984 erhielt Major Blume die Aufgabe, am Aufbau des Jagdbombenfliegergeschwaders 77 am Standort Laage mitzuwirken. Nach über 26 Jahren Berufsfliegerei an den Standorten Bautzen, Rothenburg, Preschen und Laage (Flugpatent Su-22M4) verließ Blume im Rang eines Oberstleutnants die NVA am 2. Oktober 1990. Der Flugzeugführer Blume gilt als einziger NVA-Staffelkommandeur, der in seiner militärischen Laufbahn eine Jagdfliegerstaffel, eine Aufklärungsstaffel und eine Jagdbomberstaffel befehligte.

 

Cottbus 02

Dr. Frank Müller, Jahrgang 1969, kam 1987 zur Nationalen Volksarmee und absolvierte eine Flugzeugmechanikerausbildung an den Typen MiG-23 und Su-22 an der Militärtechnischen Schule der LSK/LV „Harry Kuhn“ in Bad Düben. Im Jahr 1988 wurde er als Unteroffizier und Mechaniker für Elektro- und Spezialausrüstung zu einer der beiden Staffeln des Marinefliegergeschwaders 28 in Laage versetzt, das mit Su-22UM3K und M4 ausgerüstet war. Nach kontinuierlicher Weiterqualifikation in der Truppe und begünstigt durch die Ereignisse des Falls der Mauer 1989/90, wurde er Anfang 1990 mit der Position eines Technikers und stellvertretenden Truppführers für das Fachgebiet 4 (ESA: Elektro- und Spezialausrüstung) in seiner Staffel betraut, was auch die nachfolgenden Beförderungen zum Unterfeldwebel und Feldwebel ermöglichte. Durch die Übergabe des MFG-28 an das Kommando Volksmarine zum 1. Juli 1990 wurden die Dienstgrade nachfolgend in die der Marine umgeändert, wodurch er, wie zum Einberufungszeitpunkt geplant, zum Ende August 1990 im Rang eines Meisters, entsprechend einem Feldwebel (Bundesmarine: Bootsmann) aus der NVA ausschied, um dann im September 1990 ein ziviles Studium zu beginnen.

 

Cottbus 01
Frank Müller: Bitte erzähl doch kurz etwas über das Manöver in Peenemünde!
Klaus Blume: Nun gut, die Zeit von Dienstgeheimnissen ist ja vorbei… Eines Tages kam meine große Tochter nach Hause und fragte mich: „Vati, Du wolltest den Herrn Jenichen (Kommandeur des JBG-77) abschießen?“ Ich stutzte. „Ja, in Laage erzählt man das.“ Nun musste ich doch ziemlich loslachen.
Was war geschehen? Zur Gefechtsausbildung (GA) wurde die Aufgabe gestellt: „Bekämpfung von Seezielen im Paar mit Bomben und Kanone“. Führender war Oberst Jenichen und ich sein Geführter. Ich meldete mich beim Chef und es ging los. Die Flugzeuge waren mit je einer Bombe P-50 und 30 Schuss für die Kanone NR-30 aufmunitioniert.
Anlassen, Start, Flug zum Schießplatz ging es in 50 m Höhe über die Seestrecke vorbei an Kap Arkona nach Peenemünde. Die Seeziele bestanden aus mehreren auf Grund gesetzten Schiffen, die im Laufe der Zeit durch eine Vielzahl von Treffern schon arg ramponiert waren. Dann der Angriff aus dem Anflug mit Wurf der Bombe und Übergang zum Wiederholungsangriff mit dem Manöver Kampfkurve.
Ich flog in der Gefechtsordnung „Reihe rechts“ mit zweckmäßigem Abstand und Zwischenraum. Der Führende meldete „Angriff“ im oberen Punkt der Kampfkurve. Auf Kampfkurs den Zentralpunkt aufs Ziel und mit einem Auge den Führenden beobachtet, um die Position zu halten. Geschossen wurde auf das Kommando des Führenden „Feuer“.
Kampfknopf kurz gedrückt und die NR-30 ratterte los. Kurz, weil die 30 Schuss für drei Angriffe reichen sollten. Beim dritten Angriff hielt ich den Kampfknopf etwas länger, um sicher zu sein, dass alle Geschosse raus gingen. Der Leiter Schießplatz bestätigte die erfolgreiche Bekämpfung der Ziele. Und nun zurück zum Landeplatz. Jetzt war alles Routine und ich konnte bei guter Sicht den Flug genießen und Mecklenburg von oben bewundern. Eine kurze Anspannung war noch nötig: Landung mit Ausfahren des Bremsschirmes vor dem Aufsetzen. Alles im grünen Bereich. Nach Ausfüllung des Flugzeugkontrollblattes ging ich zum Kommandeur, um mich zurückzumelden.
Er stand mit dem Techniker und dem Ingenieur an der rechten Tragfläche seines Flugzeuges, sah mich fragend an und zeigte auf die Flügelvorderkante. Beim Näherkommen erblickte ich ein tennisballgroßes Loch im Vorflügel und in der Tragfläche. Es war aber nicht nur ein Loch, sondern ein glatter Durchschuss. Die ersten Gedanken der Anderen waren wohl, ich hätte das Flugzeug getroffen. Aber schon die Richtung des Kanals: von vorn unten nach hinten oben sowie der Winkel zeigten, dass das Loch nicht von einem Geschoß aus meiner Kanone stammen konnte. Die anschließende Untersuchung bestätigte, dass die Beschädigung mit hoher Wahrscheinlichkeit durch einen Abpraller verursacht wurde.
Lesen Sie das Gespräch der beiden Ehemaligen mit vielen Einblicken in das damalige Verbandsleben in voller Länge in der FliegerRevue X Nr. 59.

 

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