Radar – die unsichtbare Schlacht im Westen

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In den Monaten nach der Luftschlacht um England war der Wehrmachtsführung klar geworden, dass die geplante Besetzung Großbritanniens militärisch nicht zu realisieren war. Vor allem die massierten Angriffe von Bomberverbänden auf deutsche Städte und Industriezentren erforderten eine deutliche Verlagerung von einer offensiven Luftkriegsführung zu einer defensiven Luftverteidigung durch Tag- und Nachtjäger mit Unterstützung durch funkelektronische Mittel. Der deutschen Rüstungsindustrie gelang es, in kurzer Zeit eine Reihe von Geräten und Verfahren zu entwickeln und bei der Truppe einzuführen, die eine wesentlich höhere Effektivität der Luftverteidigung ermöglichten.
Hierbei kristallisierten sich vor allem zwei Richtungen heraus. Einerseits die Möglichkeit, alliierte Fliegerkräfte über größere Entfernung frühzeitig zu erkennen und ihre Kurse, Geschwindigkeiten sowie Stärke zu erfassen. Dafür standen Funkmessgeräte, die auch in den Flakbatterien zum Einsatz kamen (z. B. FuMG 62 Würzburg D), zur Verfügung. Sogenannte Fernstsuchgeräte, wie etwa vom Typ Wassermann, Mammut und Elefant, konnten eine Reichweite bis zu 300 km, bei günstigen Bedingungen über 2000 km, erzielen. Andererseits war dies die Grundlage dafür, eigene Jagdflieger unter allen meteorologischen Bedingungen und zu jeder Tages- und Nachtzeit an den Gegner zu führen. Die ermittelten Angaben der Funkmess-Stationen einer Region wurden dazu in einem zentralen Gefechtsstand erfasst und ausgewertet. Daraus wurden die Einsatzanweisungen für die Jägerführung ermittelt und die Luftverteidigung am Boden und in der Luft, aufeinander abgestimmt, gesteuert. Es wurde eine ganze Reihe von Geräten eingeführt, die es ermöglichten, die Jagdflieger relativ punktgenau bis auf optische Sichtweite oder die Erfassungsreichweite der Bordradargeräte an die Bomber heranzuführen und so zunehmend auch eine individuelle Zielzuweisung zu ermöglichen. Zu diesen Geräten am Boden gehörte auch die UKW-Drehfunkfeueranlage FuSAn 724/725 mit dem Decknamen Bernhard. Sie war eine Entwicklung der Firma Telefunken, die zur genauen Standortbestimmung an Bord von Flugzeugen diente. Die Bodenstation besaß eine Sendeantenne wie ehemals Knickebein, die sich aber im Gegensatz zu ihrem Vorgänger zweimal pro Minute drehte und ein moduliertes und codiertes Signal im UKW-Bereich ausstrahlte. Dafür war nur noch ein Schienenkreis im Durchmesser von 22,6 m notwendig. Bei einer Flughöhe der eigenen Jäger bis zu 8000 m betrug die Erfassungsreichweite der Signale der Bodenstation ungefähr 400 km. Die Abmessungen der Antenne betrugen 28 m in der Höhe und 35 m in der Breite, das Antennengewicht lag bei 120 Tonnen. Obwohl die Anlage in Materborn durch die deutsche Luftwaffe selbst zerstört wurde, weisen Dokumente des britischen Geheimdienstes darauf hin, dass einige ehemalige Knickebein-Stationen ab 1941 auf Bernhard umgerüstet wurden. Dies war äußerlich kaum zu erkennen, da die Antennenstrukturen bis auf die geringeren Abmessungen nahezu gleich aussahen. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass auch Knickebein Kleve gleichermaßen umgerüstet worden ist und die Luftwaffe 1945 nicht Knickebein, sondern die Bernhard-Anlage gesprengt hat.
Wenn auch am Niederrhein bis Anfang 1945 von den alliierten Bombenangriffen außer den Überflügen der Bomberströme in das Innere des Reiches am Tage und in der Nacht relativ wenig zu verspüren war, wurde der Bombenkrieg auch westlich des Rheins geführt. Der Niederrhein lag wie ein Riegel vor dem Ruhrgebiet, einem der Hauptangriffsziele der Alliierten. Zur Abwehr der Angriffe führte die deutsche Luftwaffe verschiedene Verfahren ein, die immer auch eine Gegenreaktion der Alliierten zur Folge hatten. Reaktion und Gegenreaktion gab es natürlich auf beiden kämpfenden Seiten. Am Tage erfolgte die Abwehr von Bombenangriffen mit dem bereits im Ersten Weltkrieg verwendeten Verfahren des Angriffs der Jagdflugzeuge nach optischer Sicht, unterstützt durch Funkverbindungen Bord-Bord und Bord-Boden. In der Nacht war die Lage des Kampfes gegen Bomber jedoch vollkommen anders. Einerseits fehlte die optische Sicht. Ein Heranfliegen auf Schussweite an das Ziel war außer bei Vollmond kaum möglich und jede Orientierung sowie eine Rückkehr zum eigenen Fliegerhorst blieb ein riskantes Unterfangen. Nur speziell ausgebildete Piloten waren dazu in der Lage, gerade diese aber standen in immer geringerem Maße zur Verfügung.
Das versuchsweise ab 1940 bei der Luftwaffe eingeführte Verfahren „Helle Nachtjagd“ mittels optischer Hilfen (Leuchtfeuer, Scheinwerfer, Signalraketen u. ä.) blieb ein Notbehelf und war mit der Zunahme der Angriffe ohne jede Aussicht auf dauerhaften Erfolg. Zudem waren solche Mittel natürlich auch für den Gegner sichtbar und enttarnten sowohl die deutsche Jagdabwehr wie auch ihr Flugplatzsystem. Damit wurde es dringend notwendig, die bereits erwähnten funkelektronischen Mittel im größeren Umfang in die Truppe einzuführen. Um diese erfolgreich zum Einsatz bringen zu können, war es unbedingt notwendig, die entsprechenden organisatorischen und technischen Voraussetzungen zu schaffen.