„Weltraumschiff 1 startet“ deutscher Zukunftsfilm von 1937

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In den frühen 1930er-Jahren träumte der deutsche Amateurastronom Anton Kutter (1903 bis 1985) den Traum von der Raumfahrt. Er hat sein Hobby sehr ernsthaft betrieben und sogar einen eigenen Fernrohrtyp erfunden und in seiner Heimatstadt Biberach eine Sternwarte gegründet. Der Schwabe Kutter hat dann aber nicht die Astronomie zu seinem Beruf gemacht – er ging zum Film und wurde Regisseur. 1937 begannen unter seiner Leitung und nach seinen Ideen die Dreharbeiten in München für einen dokumentarischen Film mit Spielhandlung, der wie ein Bericht aus dem Jahr 1963 über den ersten Mondflug aussehen sollte.

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Der erste Flug zum Mond
Anton Kutter konnte seinen Film nicht fertigstellen. Aus dem 1937 gedrehten Material wurde 1940 ein Kurzfilm von 23 Minuten Länge zusammengestellt und bis Kriegsende in einigen wenigen Kinos aufgeführt. Der halb-dokumentarische Film gliedert sich in drei Teile:
– Die Handlung im Herstellerwerk des Raumschiffes, hier hauptsächlich Fragen und Antworten während einer Pressekonferenz.
– Als gewissermaßen pädagogischer Teil: ein Zusammenschnitt von echten Wochenschauberichten über deutsche Raketenpioniere und allgemeine Erklärungen zum Aufbau einer Rakete.
– Der eigentliche Raumflugteil mit dem Herausbringen des Raumschiffes aus dem Hangar, dem Start von einer Rampe, der Umkreisung des Mondes und der anschließenden Landung auf der Erde in Modell- und Trickaufnahmen.

Aus Gründen, die heute nicht mehr ersichtlich sind, wurde das Filmprojekt 1937 auf Eis gelegt und erst nach Ausbruch des Krieges 1940 wieder hervorgeholt. Die Uraufführung der Kurzfassung fand im Juli 1940 in einer geschlossenen Veranstaltung in München statt, die Kinopremiere am 7. November 1940 im Lichtspieltheater Capitol in Berlin. 1943 soll der Film auch in Frankreich gezeigt worden sein.

Weltraumschiff 1 – positive Aspekte
Die Modellszenen aus dem Jahr 1937 haben es heute schwer, vor den computergenerierten Welten der modernen Science-Fiction-Filme zu bestehen. Dennoch gibt es bis zum Erscheinen von Stanley Kubricks „2001 Odysse im Weltall“ 1968 kaum besser gemachte Trickaufnahmen, dagegen schlechtere zuhauf.
Der Start eines Raumschiffes von einer ansteigenden Rampe geht ursprünglich auf den russischen Raumfahrtpionier Konstantin Ziolkowski zurück. Dieser hatte am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts das alte Startverfahren der Feststoffraketen auf Raumschiffe übertragen. Max Valier hat das Verfahren dann in Deutschland ab 1925 populär gemacht. Es hält sich in der internationalen Raumfahrtgemeinde bis heute. Immer wieder gibt es neue Projekte, die von einer Startschiene abheben. Insofern ist der Film sehr realistisch.
Die amerikanische Mondrakete Saturn V war 110 Meter hoch und wog beim Start fast 3000 Tonnen. Da liegt Weltraumschiff 1 mit 130 m und etwa 4200 Tonnen in der selben Größenordnung. Die Steuerung der Rakete über Ruder im Gasstrahl wurde bei den Raketenpionieren bei ihren kleinen Konstruktionen damals schon eingesetzt. Hier hat sich Kutter wohl gut in die Literatur eingelesen. Die Abbremsung bei der Rückkehr zur Erde durch die Atmosphäre kennt man noch gut vom Space Shuttle. Da Weltraumschiff 1 nicht über einen Hitze­schutzschild verfügt, taucht es achtmal kurz in die Lufthülle ein, wird erhitzt und steigt dann wieder eine Umkreisung in eine Umlaufbahn, um abzukühlen. Dieses Verfahren haben die sowjetischen Mondsonden Zond von 1964 bis 1970 ähnlich benutzt, als sie zwar keine vollen Umläufe, aber für kurze Bahnstücke wieder aus der Atmosphäre heraus flogen.

 

Die Darstellung des Sonnenaufganges hinter der Erde und die Umrundung des Mondes sind hervorragend gelungen. Da zeigt sich der Amateurastronom Kutter als Ideengeber und Regisseur. Eine glückliche Hand hatte er auch bei der Darstellung der Rückseite des Mondes. Ist diese damals unbekannte Region im Film „Frau im Mond“ von 1929 noch mit einer Atmosphäre versehen, so ist Kutter hier realistischer. Noch mehr Krater als auf der der Erde zugewandten Mondseite sind eine hervorragende Vorhersage des Regisseurs.
Die den Raumflug begleitende Rahmenhandlung bietet auch Interessantes. Das Ereignis des Starts wird per Fernsehkamera von einem Reporter live übertragen. Über eine Videoverbindung stellen die Pressevertreter dem Kommandanten letzte Fragen vor dem Start. Dies hat Kutter nicht erfunden, aber gut umgesetzt.

Die Details zur Geschichte und zur Handlung des Film, eine Bewertung mit vielen Bildern vom Raumschiff und vom Mondflug sowie aus anderen, zeitgenössischen Science-Fiction-Filmen finden sich in der FliegerRevue X No. 66.

Kostenlose Links zu einigen der im Artikel vorgestellten frühen Zukunftsfilme:

Weltraumschiff 1 startet – Deutschland 1937/1940 (23 Minuten)
Himmelswagen – Stummfilm, Dänemark 1917 (1 Stunde 20 Minuten)
Das Wunder der Schöpfung – Stummfilm, Deutschland 1925 (1 Stunde 30 Minuten)
Kosmische Reise – Stummfilm, UdSSR 1936 (1 Stunde 5 Minuten)
The Shape of Things to come – Großbritannien 1936 (in deutsch) (1 Stunde 28 Minuten)