Zwei Operationen im Vergleich: Luftschlacht um England 1940 und Big Week 1944

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Während des Zweiten Weltkriegs kam es erstmals zu großangelegten Luftoperationen, bei denen über einem umfangreichen Gebiet des Feindes die Luftherrschaft erkämpft und behauptet werden sollte. Bei den überfallartigen Angriffen der Luftwaffe zu Beginn des Krieges, den sogenannten Blitzkriegen, konnten gegen einen überrumpelten Gegner, der meist auch technisch oder taktisch gegenüber der Luftwaffe im Hintertreffen war, noch schnelle Siege erfochten werden. So etwa in den Feldzügen gegen Polen, gegen Skandinavien oder im Westen gegen die Niederlande und Frankreich.
Dies änderte sich, als die Luftwaffe im Sommer 1940 die Aufgabe erhielt, die Luftherrschaft über Südengland zu erringen, damit eine Invasionsflotte der Wehrmacht von Frankreich aus unbehelligt an die britische Küste übersetzen konnte. Die sich daraus entwickelnde „Luftschlacht um England“ (August 1940 bis Anfang 1941) gilt als erster Versuch, im Rahmen strategischer Überlegungen die Luftüberlegenheit für einen langen Zeitraum zu erringen und aufrechtzuerhalten.
Etwas mehr als drei Jahre später standen die amerikanischen Fliegerkräfte vor der selben Aufgabe mit umgekehrten Vorzeichen. Während der Operation „Big Week“ (Große Woche, 20. bis 25. Februar 1944) sollten amerikanische Bomberverbände in Begleitung von starken Jagdfliegerkräften nach Deutschland eindringen, die deutsche Jagdabwehr niederringen und wichtige Produktionszentren der Luftfahrtindustrie zerstören. Ein Vergleich beider Operationen lässt die Gesetzmäßigkeiten solcher Missionen und auch die von den jeweiligen Führungen gemachten Fehler erkennen.

 

Die Luftschlacht um England 1940
Eine Analyse der Luftschlacht um England muss zunächst den Standpunkt der Luftwaffe verstehen. Der Glaube, mit einer überwältigenden Überzahl die britische Verteidigung anzugreifen, sie in den unübersichtlichen Luftkämpfen, die zwangsläufig über gegnerischen Territorium stattfanden, zu bezwingen, führte in die Irre. Die Luftwaffe glaubte, für jeweils drei eigene Verluste, habe sie fünf Flugzeuge der Royal Air Force abgeschossen. Bestürzt musste die Luftwaffen-Führung aber feststellen, dass sich immer mehr britische Jäger den deutschen Bombern entgegenstellten, als die RAF eigentlich noch zur Verfügung haben sollte. Dies konnte, so die Luftwaffe, nur darauf zurückgeführt werden, dass die Briten über wesentlich mehr Flugzeuge verfügten, als man am Beginn der Luftschlacht angenommen hatte.
Die taktischen Mängel der Luftwaffen-Führung sind schon oft beschrieben worden: Die Unterschätzung des britischen Radars, die zu geringe Reichweite der Messerschmitt Bf 109 E, die schlecht abgestimmten Wechsel der Einsatzschwerpunkte und die Unfähigkeit der Stäbe, die verfügbaren nachrichtendienstlichen Informationen zu nutzen. Dagegen ist aber die relativ geringe Anzahl der ausgesandten Flugzeuge bei den Angriffen wahrscheinlich der entscheidende Faktor beim Versagen der Luftwaffe, die britische Verteidigung zu überwinden – und noch niemals ernsthaft diskutiert worden. Im Vergleich mit der konzentrierten Operation der amerikanischen 8. und 15. Luftflotte im Februar 1944 zur Erlangung der Luftüberlegenheit über Deutschland wird deutlich, dass die Luftwaffe 1940 versagte, weil sie es versäumte, aus ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit Kapital zu schlagen.

 

Die beiden übergeordneten Gruppierungen der Luftwaffe bei ihrer Auseinandersetzung mit England ab dem 13. August 1940 waren die Luftflotte 2 und 3. Diese waren im Sommer 1940 nur unwesentlich schwächer, als zu Beginn des Westfeldzuges im Mai 1940. In diesem Zeitraum waren mehr als 500 deutsche Bomber verloren gegangen, aber der Nachschub an Besatzungen und Flugzeugen blieb hinter dem zurück, was bei der RAF üblich war. Zum Beispiel sank der Flugzeugbestand der ersten Gruppe des Kampfgeschwaders KG 1, obwohl es seit Wochen in keine Kampfhandlungen verwickelt war.
Die anderen Luftflotten, die nicht am englischen Kanal standen, waren die Luftflotten 1 und 4, die nur Rumpfstäbe waren und über keinen Flugzeugbestand verfügten und die kleine Luftflotte 5, die mit wenigen Verbänden in Dänemark und Norwegen stand und die Verteidigung Berlins zu leisten hatte. Von dort konnte also keine Verstärkung erwartet werden. Als dann von der Luftflotte 5 doch das Kampfgeschwader 77, welches sich gerade in der Umrüstung von der Dornier Do 17 Z auf die Junkers Ju 88 befand, an den Kanal verlegt wurde, verlor es in zehn Tagen 30 Flugzeuge – ein Drittel seines Bestandes.
Bei Beginn der Luftschlacht, am 13. August 1940, dem „Adlertag“, konnte die Luftwaffe über eine eindrucksvolle Streitmacht an einsatzbereiten Flugzeugen verfügen. Dies sollte eigentlich ausreichen, um die nicht einmal 500 britischen Jagdflugzeuge in der Kampfzone zu überwinden. Doch die Luftwaffe setzte nie ihre gesamte Streitmacht für große Luftschläge ein, um maximalen Druck auf die Abwehr zu erzeugen. So hatten die täglich aufsteigenden britischen Jagdflieger die Chance, regelmäßig mit Verbänden außerhalb der Kampfzone ausgetauscht zu werden und sich wieder zu erholen.

In der FliegerRevue X 75 werden die wichtigen Entscheidungen und gemachten Fehler beider Luftoperationen einander gegenübergestellt.