Fokkers vielseitiger Doppeldecker C.V

Fokkers vielseitiger Doppeldecker C.V

Zwischen den beiden Weltkriegen wurden von kaum einem anderen Kampfflugzeug so viele Exemplare verkauft wie von der Fokker C.V. Weltweit im Einsatz, behauptete sich die Maschine auch gegen modernere Gegner.
Alle Maschinen der Fokker C.V waren in derselben Bauweise konstruiert, die sich bei Fokker schon im Ersten Weltkrieg als erfolgreich erwiesen hatte. Der Rumpf bestand aus geschweißten Stahlrohren und war mit Stoff bespannt, die Tragfläche war eine Holzkonstruktion. Bomben konnten sowohl unter dem Rumpf, als auch unter den Flügeln mitgeführt werden.
Insgesamt gab es fünf verschiedene Ausführungen der Flügel. Die Typenbezeichnung des Flugzeugs wurde um die Versionsnummer der Tragfläche ergänzt. So gab es die Typen C.V-A bis C.V-E diese wurden manchmal auch als C.Va bis C.Ve bezeichnet. Die Schwimmerversion wurde als C.V-W ausgeliefert. Zusätzlich wurden unterschiedliche Motoren – meist auf Kundenwunsch – installiert. Mit verschiedenen Motoren, die eine Leistung zwischen 250 und 730 PS (257 bis 537 kW) entwickelten, ergaben sich natürlich auch sehr unterschiedliche Flugleistungen. Fokker warb damit, dass bei der C.V die Tragflächen oder die Motoren innerhalb einer Stunde getauscht werden konnten.

 

Von der Version A wurde nur ein Exemplar gebaut. Diese Maschine fungierte als Prototyp und flog erstmals im Mai 1924. Mit dem Motor Packard Liberty von 420 PS konnte sie als taktischer Aufklärer eingesetzt werden. Die nächste Version B wurde anfangs mit dem extrem schwachen Motor BMW IV ausgerüstet. Mit gerade einmal 250 PS Antriebsleistung war das Flugzeug sehr langsam. Mit dem Motor von Hispano Suiza, der 450 PS lieferte, verbesserten sich die Flugleistungen. Es wurden 18 Maschinen von dieser Baureihe ausgeliefert. Die nächste Variante C.V-C wurde in ähnlicher Stückzahl produziert, zwölf gebaute Maschinen gingen an die niederländischen Luftstreitkräfte. Die holländische Marine bestellte sechs Flugzeuge mit Schwimmern (als C.V-W), war aber mit den Leistungen nicht zufrieden und ließ die Flugzeuge zu C.V-C zurückrüsten. Auch Bolivien kaufte fünf Maschinen in Holland. Die C.V-C war als leichter Bomber oder Schlachtflugzeug konzipiert und hatte eine obere Tragfläche mit vergrößerter Spannweite.